Anlässlich einer der zahlreichen Diskussionen darüber, ob man als Beziehungsanarchist*in die eigenen Beziehungen noch in verschiedene Kategorien ("freundschaftlich", "romantisch", "sexuell", etc.) einteilen dürfe oder nicht, habe ich mich mal wieder durch einige englische Blogbeiträge zu dem Thema gelesen. Es scheint kein klarer Konsens darüber zu herrschen, und Andie Nordgren selbst habe ich noch nicht erreicht, um sie nach ihrer Meinung zu fragen.
Für mich selbst macht diese Kategorisierung einfach überhaupt keinen Sinn, und ich habe (vielleicht deswegen) auch Andies Texte immer in dieser Art interpretiert... es scheint aber auch Menschen zu geben, die gefühlsmäßig klar zwischen freundschaftlicher und romantischer Liebe differenzieren können, aber trotzdem nach allen Werten der Beziehungsanarchie leben wollen und diese auch als deutlich unterschiedlich zur nichthierarchischen Polyamorie wahrnehmen.
Polyamorie, Beziehungsanarchie, offene Beziehungen, und ein Hoch auf die Freundschaft.
Mittwoch, 25. Juni 2014
Montag, 9. Juni 2014
Für mehr geteilte Freude!
Gestern habe ich noch mit einer Freundin darüber geredet und heute dachte ich mir: eigentlich könnte ich darüber auch mal was schreiben.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie jemand sich mal über eine Zeichnung freute, die ich für ihn gemacht hatte. Und das dann, als ich mich mitfreute, schnell runterspielte mit "ach, ich bin leicht zu beeindrucken". Ich war damals genauso verwirrt darüber, wie ich es noch heute bin.
Ich habe noch nie verstanden, warum "leicht zu beeindrucken" eine schlechte Eigenschaft sein soll... sofern es etwas Positives ist, was mich beeindruckt, habe ich doch schließlich Freude daran, beeindruckt zu sein.
Ich finde es auch immer schön, zu sehen wie sich Menschen freuen. Und wer dabei besonders offen und frei ist, die Freude nicht zurückhält sondern einfach nach Außen lässt, ist mir gleich viel sympathischer.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie jemand sich mal über eine Zeichnung freute, die ich für ihn gemacht hatte. Und das dann, als ich mich mitfreute, schnell runterspielte mit "ach, ich bin leicht zu beeindrucken". Ich war damals genauso verwirrt darüber, wie ich es noch heute bin.
Ich habe noch nie verstanden, warum "leicht zu beeindrucken" eine schlechte Eigenschaft sein soll... sofern es etwas Positives ist, was mich beeindruckt, habe ich doch schließlich Freude daran, beeindruckt zu sein.
Ich finde es auch immer schön, zu sehen wie sich Menschen freuen. Und wer dabei besonders offen und frei ist, die Freude nicht zurückhält sondern einfach nach Außen lässt, ist mir gleich viel sympathischer.
Dienstag, 29. April 2014
Wo fängt eigentlich Sex an?
Kürzlich saß ich mit einem Menschen, der seine polyamore Fühl-Weise gerade neu entdeckt hat, in einer Bar. Zwischen uns beiden hatte sich schon kurz nach dem Kennenlernen eine intensive Spannung gebildet - von der positiven Sorte. Eine Art aufgeregtes, neugieriges Knistern in der Luft. Während mein Gegenüber mir über den Unterarm streichelte und ich es dabei bis zu den Fußspitzen kribbeln spürte, unterhielten wir uns über ein Thema, was mich schon öfter mal in Gedanken beschäftigt hat: Was genau zählt eigentlich alles zu "Sex"?
Donnerstag, 17. April 2014
Ziellos liebt sich's schöner
| (Bild: Pedroalmovar) |
Dass es außer Unglücklichsein nichts bringt, besondere Erwartungen an bestimmte Menschen zu haben, das habe ich ja neulich schon beschrieben. Und in den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass ich noch einen Schritt weiter gehen möchte.
Nicht nur keine Erwartungen (im Sinne von Ansprüchen an andere Menschen wie "wenn du mich wirklich liebst dann wirst du auch [hier einfügen] für mich tun") haben, sondern mich auch möglichst von Wünschen bzw. Zielen befreien. Nicht komplett ("Ich wünsche mir eine ehrlichere, respekt- und vertrauensvollere Welt" finde ich immer noch gut) - aber da wo sich diese Ziele auf bestimmte Personen (und deren Entscheidungen anstatt meiner eigenen) beziehen, möchte ich sie loslassen.
Zum Beispiel gibt es eine Frau in meinem Freundeskreis, die ich ganz schön toll finde (also nicht nur eine, aber um eine bestimmte geht es jetzt gerade in dem Beispiel).
Sonntag, 13. April 2014
Chaos auf der Rolltreppe? - eine Geschichte von Respekt und So-sein-lassen
Ich war vor kurzem bei einem neu kennengelernten, lieben Menschen zu Besuch - spontan und unvorbereitet. Auf dem Weg warnte er mich vor: "Bei mir ist furchtbares Chaos, ich hoffe das stört dich nicht". Ich konnte ganz locker antworten "kein Problem".
Hätte ich meine eigene Wohnung (die dank meines Hangs zum Minimalismus meistens ziemlich ordentlich ist) so vorgefunden wie seine, dann hätte es mich gestört. Aber ich wohne ja nicht dort - und für ein paar Stunden Besuch ist mir die Sauberkeit meiner Umgebung längst nicht so wichtig wie zuhause.
Dabei ist mir aufgefallen, dass das ein weiterer Vorteil ist, der mit meiner polyamoren/beziehungsanarchistischen Einstellung zusammenhängt.
Hätte ich meine eigene Wohnung (die dank meines Hangs zum Minimalismus meistens ziemlich ordentlich ist) so vorgefunden wie seine, dann hätte es mich gestört. Aber ich wohne ja nicht dort - und für ein paar Stunden Besuch ist mir die Sauberkeit meiner Umgebung längst nicht so wichtig wie zuhause.
Dabei ist mir aufgefallen, dass das ein weiterer Vorteil ist, der mit meiner polyamoren/beziehungsanarchistischen Einstellung zusammenhängt.
Donnerstag, 13. März 2014
Von "Geben und Nehmen" und Erwartungen
| (Bild: BlairSnow) |
"Eine Beziehung ist immer ein Geben und Nehmen."
Diesen Satz hört man oft, wenn jemand über Schwierigkeiten in einer Beziehung spricht. Aber ich möchte dem widersprechen.
Manche Beziehungen basieren tatsächlich auf "Geben und Nehmen", auf dem Austausch von gegenseitigem Nutzen - die nennt man dann Geschäftsbeziehung.
Aber viele Menschen sagen das auch, wenn sie Beziehungen meinen, die auf Sympathie, auf Emotionen aufbauen (also Liebe, Freundschaft, oder wie auch immer man es nennen will). Und ich sage:
Liebe ist kein Tauschgeschäft.
Donnerstag, 6. Februar 2014
Beziehungsanarchie - Lieben nach dem Freundschaftsprinzip
Ich habe kürzlich mal versucht, zurückzuverfolgen, wer den Begriff "relationship anarchy", den man auf englischsprachigen poly-Diskussionsplattformen doch recht oft liest, eigentlich erfunden hat.
Und ich bin bei Andie Nordgren gelandet, die auch das (mir schon länger bekannte) 8-Punkte-Manifest dazu geschrieben hat (Hier das Original auf Schwedisch und Englisch).
Mit Hilfe von Google-Übersetzer habe ich mich durch einige ihrer Blogbeiträge gelesen, und habe mich sehr stark darin wiedergefunden. Weil ich der Meinung bin, dass das Konzept Beziehungsanarchie auch im deutschsprachigen Raum mehr Aufmerksamkeit verdient hat, habe ich den Versuch gewagt, Andies Blogartikel "Relationsanarki" in flüssig lesbares Deutsch zu übertragen. Ich hoffe, die Übersetzung ist mir gelungen. Hinweise von Leuten, die Schwedisch besser verstehen als ich, werden gerne entgegengenommen.
Beziehungsanarchie
(frei übersetzt nach Andie Nordgren)
Warum ist Freundschaft in der Regel einfach und unproblematisch, während Liebesbeziehungen oft zerbrechen und man eine nach der anderen hat?
Und ich bin bei Andie Nordgren gelandet, die auch das (mir schon länger bekannte) 8-Punkte-Manifest dazu geschrieben hat (Hier das Original auf Schwedisch und Englisch).
Mit Hilfe von Google-Übersetzer habe ich mich durch einige ihrer Blogbeiträge gelesen, und habe mich sehr stark darin wiedergefunden. Weil ich der Meinung bin, dass das Konzept Beziehungsanarchie auch im deutschsprachigen Raum mehr Aufmerksamkeit verdient hat, habe ich den Versuch gewagt, Andies Blogartikel "Relationsanarki" in flüssig lesbares Deutsch zu übertragen. Ich hoffe, die Übersetzung ist mir gelungen. Hinweise von Leuten, die Schwedisch besser verstehen als ich, werden gerne entgegengenommen.
| (Bild: Liftarn) |
Beziehungsanarchie
(frei übersetzt nach Andie Nordgren)
Warum ist Freundschaft in der Regel einfach und unproblematisch, während Liebesbeziehungen oft zerbrechen und man eine nach der anderen hat?
Dienstag, 4. Februar 2014
Ich teste den Test
Wie versprochen, habe ich mal den polyamoren Persönlichkeitstest von polytripod ausprobiert, um die Praxistauglichkeit (für mich) zu überprüfen und dabei vielleicht auch noch etwas über mich selbst zu lernen. Vielleicht regen die Fragen ja noch jemanden von euch dazu an, mal über Aspekte nachzudenken die ihr noch nicht so bewusst betrachtet habt?
Ich habe die Fragen und Antworten auf Deutsch übersetzt, das englische Original zum Nachlesen versteckt sich hinter dem obigen Link. Das Übersetzen war gar nicht so leicht, deswegen hat es auch etwas länger gedauert als gedacht...
Ich habe die Fragen und Antworten auf Deutsch übersetzt, das englische Original zum Nachlesen versteckt sich hinter dem obigen Link. Das Übersetzen war gar nicht so leicht, deswegen hat es auch etwas länger gedauert als gedacht...
Samstag, 1. Februar 2014
Persönlichkeit, Schubladen und Ankreuzfragen
![]() |
| (Bild: grusskarten-e-cards.de) |
Ich habe ja ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu Schubladen.
Einerseits bin ich oft unzufrieden mit dem Druck, mich in eine der gesellschaftlich vorgegebenen Schubladen (wie z.B. Freundschaft/Beziehung/Affäre) einsortieren zu müssen. Ich finde es schade, Menschen so undifferenziert zu betrachten und fühle mich (oder meine Beziehung im eben genannten Beispiel) dann als vielschichtiges Individuum nicht genügend wahrgenommen. Ich presse mich nicht gerne nur der Sprache halber in eine Form, die ich nicht als wirklich passend empfinde.
Dienstag, 28. Januar 2014
Fundstück: Casual Love
Manchmal finde ich Artikel auf anderen Blogs, die ich am liebsten jedem Menschen zeigen möchte, den ich kenne. Weil sie mir so sehr aus der Seele sprechen, so viel Wahrheit ausdrücken die viel zu selten gesagt wird.
Dieser hier ist einer davon, und deswegen teile ich ihn jetzt hier mit euch:
Dieser hier ist einer davon, und deswegen teile ich ihn jetzt hier mit euch:
Sonntag, 26. Januar 2014
Hinter den Spiegeln, Teil 1: Erfüllungsgehilfe?
Ich freue mich, euch heute schon den zweiten Gastbeitrag präsentieren zu dürfen. Der Text soll Teil einer Serie sein, die den Namen trägt: Polyamorie im Land hinter den Spiegeln - oder: wie fühlt sich mein Partner dabei?
Vielen Dank an Matthias für diesen Bericht aus seinem Erfahrungsschatz!
Vielen Dank an Matthias für diesen Bericht aus seinem Erfahrungsschatz!
Donnerstag, 23. Januar 2014
Wie sich der eigene Blickwinkel ändert...
Vor kurzem war ich mit einer Freundin zusammen zuerst auf einem polyamoren Stammtisch, und danach haben wir eine Party (öffentlicher Art) besucht, auf der zwar noch mindestens eine weitere Person aus dem polyamoren Freundeskreis anwesend war, aber auch eine große Menge Menschen die von Polyamorie wahrscheinlich noch nie etwas gehört haben.
Dort wurden wir von einer fremden Frau angesprochen, nachdem sie gesehen hatte, dass wir uns küssten. Sie sagte, sie sei lesbisch und neu in der Stadt, und fragte nach Tipps, wo sie gut feiern gehen könnte. Und beteuerte dann noch, dass sie eine Freundin habe - vermutlich um zu betonen dass das keine Anmache sein sollte.
Wir mussten später herzhaft lachen, als wir feststellten dass bei uns beiden in dem Moment der erste Gedanke war "ja und?".
Dort wurden wir von einer fremden Frau angesprochen, nachdem sie gesehen hatte, dass wir uns küssten. Sie sagte, sie sei lesbisch und neu in der Stadt, und fragte nach Tipps, wo sie gut feiern gehen könnte. Und beteuerte dann noch, dass sie eine Freundin habe - vermutlich um zu betonen dass das keine Anmache sein sollte.
Wir mussten später herzhaft lachen, als wir feststellten dass bei uns beiden in dem Moment der erste Gedanke war "ja und?".
Die Vielfalt der Schönheiten
| (Bild: Super.lukas) |
Fragt man jemanden in der monogamen Welt danach, wie er sich vom Aussehen her den perfekten Partner vorstellt, bekommt man meistens eine recht eindeutige Antwort. Viele Menschen haben ein genaues Schönheitsideal im Kopf, und suchen nach der Person, die diesem "Beuteschema" am meisten entspricht. Das war bei mir auch so, als ich noch an die eine große Liebe geglaubt habe.
Sonntag, 19. Januar 2014
Liebe ohne Worte
Ich freue mich sehr, euch heute den ersten Gast-Beitrag in meinem Blog präsentieren zu können. Vielen Dank an Raphi (nicht mit Rafael zu verwechseln) für diesen inspirierenden Text!
---
Hallo an Amelies Blog-Leser!
Das Thema, über das ich schreiben möchte, ist: woran man erkennt, wie viel man jemandem bedeutet.
Ich habe mit einer Freundin geschrieben. Sie sagte, wenn eine Person zu ihr sagen würde, sie liebe sie, aber auch jemand Anderen, dann könnte sie ihr das nicht glauben. Weil sie Lieben von sich nur so kennt, dass das nur mit einer Person geht. Und wenn man dann sagt, man liebe auch Andere, dann widerspreche das ihrer Auffassung von Liebe. Da habe ich ihr von folgendem Workaround erzählt:
---
Hallo an Amelies Blog-Leser!
Das Thema, über das ich schreiben möchte, ist: woran man erkennt, wie viel man jemandem bedeutet.
Ich habe mit einer Freundin geschrieben. Sie sagte, wenn eine Person zu ihr sagen würde, sie liebe sie, aber auch jemand Anderen, dann könnte sie ihr das nicht glauben. Weil sie Lieben von sich nur so kennt, dass das nur mit einer Person geht. Und wenn man dann sagt, man liebe auch Andere, dann widerspreche das ihrer Auffassung von Liebe. Da habe ich ihr von folgendem Workaround erzählt:
Donnerstag, 16. Januar 2014
Alles oder nichts oder doch nur ein Bisschen was? Die zwei Poly-Typen
Stellt euch vor, ihr lernt jemanden kennen, findet den anziehend, und er euch auch. Beim besseren Kennenlernen merkt ihr aber, dass ihr in einigen Bereichen sehr unterschiedlich seid, die für das Funktionieren einer klassischen Beziehung (also nicht monoamor aber ansonsten halt das was man üblicherweise darunter versteht) wichtig wären. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
Montag, 13. Januar 2014
Meine Geschichte, Teil ... ?
In den vorherigen Posts habe ich ja immer mal wieder ein Bruchstück aus meinem aktuellen Leben erwähnt. Und ich glaube, man kann dadurch schon erahnen, wie sich meine Einstellung seit dem Beginn dieses Blogs verändert hat.
Donnerstag, 9. Januar 2014
Beziehungen auf Entisch: Geschichten statt Schubladen
| (Bild: Marek Zaleski) |
Sonntag, 5. Januar 2014
Wer seid ihr?
Laut meiner Statistik habe ich jeden Tag mehrere Besucher auf meinem Blog. Und da fragt man sich doch irgendwann: wer liest das denn eigentlich so alles, was ich hier schreibe?
Ich weiß zwar, wem ich selbst die Adresse gegeben habe, aber das sind längst nicht alle meiner Leser. Und ich bin neugierig.
Ich würde gerne mehr über euch erfahren.
Ich weiß zwar, wem ich selbst die Adresse gegeben habe, aber das sind längst nicht alle meiner Leser. Und ich bin neugierig.
Ich würde gerne mehr über euch erfahren.
Freitag, 27. Dezember 2013
Leicht zu haben
Leicht zu haben? Das will man in der monogamen Ellenbogengesellschaft nicht sein. Davor wird das jugendliche Mädchen von den Eltern gewarnt. Und wer es trotzdem wird, über die wird gelästert: "Die ist aber leicht zu haben, so eine billige Schlampe". Früher wollte ich das auch nicht sein. Was nicht teuer ist, kann ja auch nichts wert sein - die Konsumgesellschaft legt an Beziehungen die selben Maßstäbe wie an Waren. Als ob man Liebe kaufen könnte.
Jetzt kann ich sagen: Leicht zu haben? Ja, bin ich. Und das ist gut so!
Jetzt kann ich sagen: Leicht zu haben? Ja, bin ich. Und das ist gut so!
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Sammeln wie bei Pokémon?
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Gruppensex und Zahlenspiele
Bisher nur ein rein theoretisches Thema für mich, aber das Gespräch darüber kam beim letzten Poly-Stammtisch auf und ich fand es sehr erhellend und interessant. Deswegen schreibe ich einfach mal was dazu. Im Wesentlichen das, was ich aus der Unterhaltung mitgenommen habe. Vielleicht verhilft es ja noch irgendjemandem zu neuen Erkenntnissen.
Dienstag, 24. Dezember 2013
Weniger haben. Mehr erleben. Zeit verschenken.
Dienstag, 10. Dezember 2013
Mitfreude
Neulich rief mich einer meiner fantastischen neuen Freunde an: "Boah, hast du ein Glück, Mädel!" und man konnte ihm das freudestrahlende Grinsen schon an der Stimme anhören.
Montag, 9. Dezember 2013
Schwache Momente eines einsamen Herdentieres
Manchmal ist es nicht leicht, sich an seine Vorsätze und Ideale zu halten. Manchmal ist es offenbar sogar unmöglich. Oder ist das schon ein Zeichen, dass man seine Ideale überdenken sollte?
Gestern hatte ich einen sehr schwachen Moment.
Gestern hatte ich einen sehr schwachen Moment.
Samstag, 7. Dezember 2013
Fährst du auf der Beziehungsrolltreppe?
Ich habe freundlicherweise die Erlaubnis bekommen, diesen Blog-Beitrag ins Deutsche zu übersetzen. Das Original hat Aggie Sez in ihrem Blog Solo Poly veröffentlicht, und ich habe es schon oft irgendwo verlinkt um meine Erklärungen zu verdeutlichen. Nun muss ich endlich nicht mehr auf die englische Version zurückgreifen, und dieser Text kann auch denjenigen zugänglich gemacht werden, die des Englischen nicht mächtig sind. Einige Wendungen waren sehr schwierig zu übersetzen. Wer sich also nicht sicher ist, dem empfehle ich, zum besseren Verständnis auch das englische Original zu lesen.
Donnerstag, 21. November 2013
Mittwoch, 13. November 2013
Polyamorie für Anfänger und Interessierte: nützliche Links
Seitdem ich selbst offen zu meiner polyamoren Einstellung stehe, sind schon einige Leute an mich herangetreten, die sich auch dafür interessieren aber sich bisher nicht trauten danach zu fragen. Das freut mich natürlich sehr, dass das Thema doch nicht so selten ist wie ich gedacht hätte. Und ich erkläre dann auch gerne wie ich das sehe. Und auch, dass ich mich sehr viel mit verschiedenen Quellen auseinandergesetzt hab, um nicht die selben Fehler zu machen wie beim ersten Mal.
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Höhen und Tiefen des Singledaseins
Ich bin dankbar und erstaunt über mein neues Singledasein.
Erst nach und nach fällt mir auf, wie oft ich bisher meine emotionalen Verbindungen zu anderen Menschen von vornherein gebremst habe. Ich habe einige Zeit gebraucht, nachdem ich meinen Status mit Rafel verändert habe, um mich davon zu lösen. Diese Entwicklung hat schon vorher begonnen, aber zuletzt ging es doch deutlich schneller.
Jetzt lasse ich mich bewusst viel mehr auf andere Menschen ein. Auf alte Freundschaften und neue Begegnungen. Auf jeden, der auf irgendeine Art Sympathie in mir erweckt. Ich bin überwältigt von der Intensität und Vielfalt an Gefühlen, die sich mir dadurch eröffnet. Es fühlt sich alles lebendiger an - wie ein Frühling mitten im Herbst.
Erst nach und nach fällt mir auf, wie oft ich bisher meine emotionalen Verbindungen zu anderen Menschen von vornherein gebremst habe. Ich habe einige Zeit gebraucht, nachdem ich meinen Status mit Rafel verändert habe, um mich davon zu lösen. Diese Entwicklung hat schon vorher begonnen, aber zuletzt ging es doch deutlich schneller.
Jetzt lasse ich mich bewusst viel mehr auf andere Menschen ein. Auf alte Freundschaften und neue Begegnungen. Auf jeden, der auf irgendeine Art Sympathie in mir erweckt. Ich bin überwältigt von der Intensität und Vielfalt an Gefühlen, die sich mir dadurch eröffnet. Es fühlt sich alles lebendiger an - wie ein Frühling mitten im Herbst.
Montag, 28. Oktober 2013
Sammlung: Inspirierende Musik
| (Bild: Johannes Jansson/norden.org) |
Ich finde einen Zugang zu emotionalen Themen oft leichter über Musik statt einfach nur über Prosa-Texte. Auch bei der Entwicklung zur Polyamorie hat mir das geholfen. Deswegen möchte ich einige Lieder mit euch teilen, die mich auf meinem Weg hierhin begleitet haben. Wenn ich Glück habe, sind diese Lieder ja vielleicht auch noch für jemand anderen hilfreich.
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Serie Eifersucht, Teil 1: meine eigene
![]() |
| (Bild: Alyson Hill) |
Das alte Gespenst Eifersucht entpuppt sich als schmutziges Bettlaken mit Löchern. Lästig, aber ungefährlich.
(aus "111 Gründe, offen zu lieben")
Eifersucht ist wahrscheinlich die größte Schwierigkeit, wenn man neu ist auf dem Weg der Polyamorie. Wir sind durch das monogame Menschenbild unserer Gesellschaft darauf geprägt, Eifersucht als normal, notwendig, ja sogar als Beweis von Liebe zu betrachten. Wenn man merkt dass man polyamor ist oder sein möchte, kommt man nicht darum herum, sich mit der Eifersucht auseinanderzusetzen.
In einer kleinen Serie möchte ich darauf eingehen, was Eifersucht bedeutet und wie man damit umgehen kann, bezogen auf verschiedene Personen.
Samstag, 12. Oktober 2013
Ein Loblied auf die Freundschaft
Wie sehr man Polyamorie als neuartig, ungewöhnlich, und deshalb auch bedrohlich oder gar undenkbar betrachtet, hängt stark vom Blickwinkel ab.
Geht man von der traditionellen Zweierbeziehung aus - wir zwei gegen den Rest der Welt, heiraten, Familienplanung, "du-bist-mein-ein-und-alles" - dann wirkt Polyamorie wie etwas radikal anderes: Ich soll meinen Partner mit jemandem teilen? Das ist doch viel zu gefährlich! Wir sind darauf trainiert, reflexartig Besitzansprüche anzumelden.
Schaut man sich aber eine andere Art Beziehung an, die wir alle schon lange kennen, dann merkt man dass dort ein polyamores Menschenbild meistens ganz selbstverständlich gelebt wird:
Geht man von der traditionellen Zweierbeziehung aus - wir zwei gegen den Rest der Welt, heiraten, Familienplanung, "du-bist-mein-ein-und-alles" - dann wirkt Polyamorie wie etwas radikal anderes: Ich soll meinen Partner mit jemandem teilen? Das ist doch viel zu gefährlich! Wir sind darauf trainiert, reflexartig Besitzansprüche anzumelden.
Schaut man sich aber eine andere Art Beziehung an, die wir alle schon lange kennen, dann merkt man dass dort ein polyamores Menschenbild meistens ganz selbstverständlich gelebt wird:
Freitag, 11. Oktober 2013
Was dann geschah - Meine Geschichte, zweiter Teil
| (Bild: yeowatzup) |
Frisch verliebt wie ich vor drei Jahren war, hatte ich das Gefühl dass Rafael mir vollkommen genügt, und betrachtete Polyamorie nur noch als ein theoretisch gutes Modell was aber nichts für mich ist, weil ich meinte, mich nicht auf mehr als einen Menschen gleichzeitig so sehr einlassen zu können.
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Was bisher geschah - Meine Geschichte
| (Bild: Andrea Silva) |
Ich war ein Spätzünder. Nachdem ich jahrelang in meiner Jugend kein Glück mit Freundschaften und den von mir angehimmelten Jungs hatte, habe ich irgendwann beschlossen, mir jetzt erstmal weitere Enttäuschungnen zu ersparen und an mir selbst zu arbeiten bevor ich wieder auf die Suche gehe.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Herzlich willkommen!
Ich bin Amelie. Das ist nicht mein echter Name, aber da es hier auch um andere Personen aus meinem Leben gehen soll und ich deren Privatsphäre schützen möchte, habe ich alle Namen geändert. Falls jemand glaubt, mich oder eine der anderen Personen in echt zu kennen, kann er mir das gerne per e-mail mitteilen und vielleicht antworte ich sogar. Alle Aussagen diesbezüglich in den Kommentaren werden gelöscht, aus eben genanntem Grund. Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden ob Dinge über ihn im Internet stehen, die man der echten Person zuordnen kann.
Abonnieren
Posts (Atom)


